Was ist das?

Die technische und logistische Vorbereitung eines Konzertes. Ein Verantwortlicher des örtlichen Veranstalters bzw. Tourneeveranstalters spricht alle produktions-relevanten Details vorab mit einem Vertreter des Künstlers, meist Tourmanager oder Produktionsmanager, ab.
Diese Person kümmert sich um die Backline aber auch um die Instrumente der Bandmitglieder. Er stellt sicher, dass die Verstärker technisch einwandfrei sind, stellt Instrumente ein und verkabelt alles miteinander.
"Backstage" meint den Bereich hinter der Bühne. Dort befinden sich die Künstlergarderoben und oftmals Büros für den Tourmanager und örtlichen Produktionsleiter, Duschen, Toiletten und ein Catering-Raum.
Die Uhrzeit, zu welcher der Künstler samt Tourpersonal den Backstage Bereich verlassen haben muss. Siehe auch →Curfew.
Hierbei handelt es sich um die Gitter vor der Bühne, welche für die Sicherheit während des Konzerts sorgen. Sie schaffen einen sicheren Abstand zwischen Künstlerin und Publikum. Diesen Abstand nennt man auch „Graben“. Hier kann Sicherheitspersonal platziert werden, um Band und Publikum zu schützen.
Diese Tätigkeit wird klassischerweise von Tourneeveranstaltern und Bookingagenturen ausgeführt. Der Booker „bucht“ Auftritte und Tourneen für Künstler. Meist steht er hierfür in Kontakt mit einer Künstleragentur, die ihm passende Bands vermittelt. Seine Arbeit umfasst das Reservieren von Clubs & Hallen, das Erstellen einer Kalkulation, das Aufsetzen von Verträgen, die Bewerbung der Tournee (Presse, Print und Online), das Advancing, die Durchführung und die Abrechnung nach jedem Konzert. Oftmals werden eine oder mehrere der letzten Aufgaben an Kollegen, entweder innerhalb des Unternehmens oder an Freelancer vergeben (siehe bspw. Tourneeleiter).
Hier können am Tag des Konzertes noch Tickets für die Show gekauft werden. Hier liegt meist auch die →Gästeliste ab.
Dieser Begriff aus der Finanzwelt bezeichnet den Moment an welchem die Ticketeinnahmen eines Konzertes die Kosten des Konzertes decken und kein Verlust mehr gemacht wird.
Es bezeichnet eine Zahlung an die Künstler, für die der Veranstalter normalerweise eine Sachleistung zu erbringen hat (z.B. das Bereitstellen von Catering, Hotel oder Backline).
Gehört zum Tourpersonal der Band und kümmert sich um alle Bühnenaufbauten (spezielle Bühnenbilder, Kulissen etc.)
Dieser ist oftmals ein örtlicher Dienstleister welcher sich um die Verpflegung der Band, des Tourpersonals und der örtlichen Crew kümmert.
Die Verpflegung für alle Beteiligten eines Konzertes. Je nach Größe und Aufwand zählen hierzu Frühstück, Lunch und Abendessen sowie auch die Bestückung der Künstlergarderoben und Tourbusse.
Die Umbauphase zwischen dem Auftritt des →Supports und des →Headliners
Die Uhrzeit zu welcher das Konzert enden muss. Oftmals mit behördlichen Auflagen (Lärmschutz, Arbeitsschutz o.Ä. verbunden).
Bei dieser Abmachung teilen sich Veranstalter bzw. Club und der Künstler die Ticketeinnahmen, meist 50/50 oder je nach Vertragsverhandlung. Dies gilt allgemein als einfachster und „fairster“ Deal im Live-Business.
engl. für Einlasszeit, also die Uhrzeit ab dem das Publikum Zutritt zum Veranstaltungsort hat.
engl. Abkürzung für „Front of House“. Diese bezeichnet den Ton/Sound, den das Publikum beim Konzert zu hören bekommt. Der FOH-Engineer mischt den Ton vom FOH-Mischpult, welcher meist im Publikumsbereich in einem gewissen Abstand zu Bühne platziert ist.
Die Gage bezeichnet die vertraglich vereinbarte Summe, die ein Künstler für ein Konzert erhält.
Meist gibt es bei einem Konzert eine Gästeliste. Auf diese können Künstler und Veranstalter Gäste (Freunde der Band, Pressevertreter, Labelmanager etc.) setzen, welche dann freien Eintritt zum Konzert erhalten.
Die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (kurz: GEMA) verwaltet sogenannte Nutzungsrechte für Autoren und Komponisten von Musikstücken. Jedes Mal wenn ein Song auf einem Konzert gespielt wird, erhält der Autor (Urheber) dieses Songs Geld dafür. Um zu ermitteln, welcher Song wann gespielt wurde, ist jeder Veranstalter dazu verpflichtet, bei einem Konzert eine Auflistung aller gespielten Stücke anzufertigen und der GEMA zu schicken. Darüber hinaus muss der Veranstalter eine Gebühr an die GEMA für die Durchführung des Konzerts zahlen. Von dieser Gebühr werden die sog. „Tantiemen“ an die jeweiligen Autoren ausgezahlt.
Beschreibt den Zeitpunkt ab welchem die Crew das Equipment in die Spielstätte „einladen“ darf und der Künstler Zutritt zum Backstage-Bereich erhält.
Der Hauptkünstler des Konzerts wird als Headliner bezeichnet. Der Begriff leitet sich von dessen Platzierung ganz oben auf dem Konzertplakat, in der „Headline“, ab.
Nach dem Konzert muss die Crew mithilfe der örtlichen →Stagehands das gesamte Equipment der Band wieder „ausladen“ und im Tourbus oder Van verstauen.
Ein Künstler hat meist einen Manager (Artist Manager) welcher dessen Interessen auf wirtschaftlicher Ebene vertritt und Entscheidungen im Namen des Künstlers trifft. Hierzu zählen Verhandlungen mit Plattenfirmen, Verlagen und Agenturen. Der Tourmanager hingegen wird für den reibungslosen Ablauf einer Tournee engagiert und kümmert sich um das →Advancing und oftmals auch die finanzielle Abwicklung.
Ein weiterer klassischer Deal ist die Mindestgarantie gegen Prozente. Hierbei wird dem Künstler eine feste →Gage zugesichert. Übersteigt der prozentuale Anteil des Künstlers (meist 50%) an den Ticketeinnahmen diese Gage, so erhält er den prozentualen Anteil, mindestens jedoch einen garantierten Mindestbetrag. Dieser verschafft dem Künstler Planungssicherheit. Für den Veranstalter stellt dieser Deal ein größeres Risiko dar. Daher bleibt dieser Deal eher bekannteren Bands vorbehalten. Newcomer werden oftmals einen klassischen →Door Deal akzeptieren müssen.
Neben dem FOH-Sound gibt es noch den Monitor-Sound. Dieser ist ein speziell auf die Bedürfnisse der Band abgemischter Sound, welchen nur die Bandmitglieder hören. Meist wird er der Band über Monitorboxen auf der Bühne wiedergegeben, viele Bands verfügen jedoch auch über ein In-Ear-Monitor System, bei welchem die Bandmitglieder den Sound über In-Ear-Kopfhörer hören können. Es dient den einzelnen Bandmitgliedern dazu, sich während dem Konzert besser zu hören. Manche Bands spielen mit Klick um das Tempo zu halten oder synchron mit externen Loops zu spielen. Dieser Klick oder auch Metronom soll für das Publikum natürlich nicht hörbar sein.
engl. Bezeichnung für den Tourbus. Je nach Bekanntheitsgrad der Band variiert er in Größe und Ausstattung, grundsätzlich verfügt er jedoch immer über Schlafmöglichkeiten, eine Toilette, Sitze und einen kleinen Küchenbereich für einen kleinen Snack zwischendurch. Größere Modelle haben oftmals zwei Etagen, einen Loungebereich mit Fernsehern, Musikanalage und Spielkonsole oder sogar eine eigene Dusche.
Hierbei handelt es sich um einen Veranstalter, der oft stadtweit oder regional Konzerte veranstaltet. Er besitzt meist keine eigenen Hallen oder Clubs sondern mietet diese für Konzerte an. Neben der technischen Abwicklung kümmert er sich auch um die örtliche Bewerbung des Konzerts in der Presse, Printmedien und durch Plakatierungen vor Ort. Er veranstaltet jedoch immer nur einzelne Konzerte und keine Tourneen. Dies übernimmt der →Tourneeveranstalter.
Dieser ist auf der Seite des Veranstalters verantwortlich für die technische und logistische Vorbereitung eines Konzertes oder einer Tournee. Er sorgt dafür, dass vor Ort die Bedürfnisse des Künstlers gemäß dessen →Rider gegeben sind und spricht alle relevanten Details mit dem Tourmanager des Künstlers ab.
Dieses Dokument umfasst alle produktionstechnischen Anforderungen des Künstlers, die für den erfolgreichen Ablauf eines Konzerts erforderlich sind. Der Technical Rider (oftmals auch Bühnenanweisung) umfasst alle technischen Details für die eigentliche Performance des Künstlers, während der Catering-Rider Anforderungen an die örtliche Verpflegung des Künstlers enthält.
Meint einen oder mehrere Fahrer, welche Besorgungen für das Konzert erledigen oder auch Shuttle-Fahrten für Band- und Crewmitglieder zum Flughafen oder Hotel durchführen. Runner gibt es bevorzugt bei großen Produktionen.
Die Liste und Reihenfolge der Songs eines Konzertes. Diese wird natürlich vor allem für die Band und dessen Crew benötigt, ist aber auch wichtig für den Veranstalter, welcher anhand dieser Liste die Anmeldung des Konzerts bei der →GEMA anfertigt.
Das Settlement bezeichnet die finanzielle Abrechnung eines Konzerts zwischen Künstler und Veranstalter. Die Einnahmen werden aus den verkauften Tickets errechnet. Diese werden je nach Abmachung mit den Kosten, die dem Veranstalter für die Durchführung des Konzerts entstandenen sind, verrechnet. Gelegentlich wird dem Künstler sein Anteil bzw. seine Gage direkt am Abend und in bar ausbezahlt, in der Regel jedoch per Überweisung. Der Veranstalter muss die Kosten für das Konzert anhand von Belegen nachweisen können.
Nachdem die Techniker und Crew mit dem Aufbau fertig sind und die Funktionstüchtigkeit aller Geräte sichergestellt wurde, folgt meist der Soundcheck. Hier spielen die Musiker ein paar Stücke ohne Publikum um die optimalen Soundeinstellungen für das Konzert festzulegen. Natürlich verändert sich der Sound in einer Halle nochmal sobald das Publikum drin ist. Der Sound wird dann „trockener“.
Der kleine Bruder des Tourbusses. Ein Splittervan hat meist die Größe eines Lieferwagens und bietet im vorderen Kabinenbereich Sitzplätze während sich im hinteren Bereich ein großer Laderaum befindet in dem die Instrumente und die → Backline verstaut werden können. Übernachtungsmöglichkeiten und andere Vorzüge eines richtigen Tourbusses hat der Splittervan meist nicht zu bieten.
engl. für Bühnenhelfer. Stagehands helfen der Crew beim Ein- und Ausladen des Bandequipments und beim →Changeover.
Diese Person überwacht und koordiniert den korrekten Aufbau der Bühne, des Equipments und der Instrumente. Darüber hinaus ist er verantwortlich für die Einhaltung der Show-Zeiten. Übrigens: Das Überziehen dieser Show-Zeit ist gerade bei Festivals ein „NoGo“! Daher sollten Bands extrem auf die Einhaltung dieser Zeit achten. Am besten man plant Ansagen und unvorhersehbare Dinge in die Show-Zeit mit ein.
Die Uhrzeit für den Beginn eines Konzerts / Auftrittes.
engl. Begriff für die Vorband. Diese spielt vor dem →Headliner, soll die Stimmung anheizen und einen weiteren Anreiz zum Ticketkauf liefern. Bei kleineren Konzerten handelt es sich hier oft um lokale Bands (Local Support) während auf größeren Tourneen oft eine Vorband für alle Konzerte engagiert wird (Tour Support).
Dieser ist bei großen Tourneen Teil des Tourpersonals eines Künstlers und kümmert sich um alle finanziellen Belange. Er ist auch für das →Settlement mit dem Veranstalter zuständig. Oftmals wird bei kleineren Produktionen diese Aufgabe vom Tourmanager übernommen.
Dieser wird meist vom →Tourneeveranstalter gestellt. Er begleitet den Künstler auf der Tournee und fungiert als Bindeglied zwischen dessen Tourmanager und dem örtlichen Produktionsleiter.
Meist eine Agentur mit mehreren →Bookern, welche auf landesweiter Ebene Konzerte für eine Tournee eines Künstlers buchen. Neben dem Booking befasst sich ein Tourneeveranstalter auch mit dem Marketing und der Promotion einer Tournee. Hierzu zählt die Pressearbeit und die überregionale Werbung in Printmedien und Online. Oftmals legt der Tourneeveranstalter auch die Konzerttickets in verschiedenen Ticketvertrieben an (z.B. Eventim, Ticketmaster oder MyTicket). Seine Einkünfte erzielt der Tourneeveranstalter aus einer prozentualen Beteiligung an den Ticketverkäufen.
Das Tourpersonal bezeichnet allgemein die Crew eines Künstlers oder einer Band. Diese begleitet den Artist während seiner Tournee.
Bezeichnet alle Personen, die auf Tour sind, also Künstler, Crew, Busfahrer, Familie und Freunde der Band. Diese Angabe ist vor allem für den Veranstalter wichtig, wenn es um die Planung von Catering und ggfs. Hotelübernachtungen geht.
engl. Begriff für Veranstaltungsort, also ein Club, eine Halle, ein Konzertsaal, Arena oder eine Open-Air Bühne.
Bezeichnet den Zeitpunkt an dem die Öffentlichkeit den Veranstaltungsort verlassen haben muss und ab dem das gesamte Künstlerequipment ausgeladen sein muss.
Das ist quasi das technische Datenblatt eines →Venues. Hierin finden sich Informationen zur technischen Ausstattung der Bühne, Layout, Einrichtung und Lage der Backstageräume, Park- und Anfahrtsinformationen.
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